FAQ Information. - Quadra auf Lanzarote -

Date: Saturday 21 January, 2012

FAQ Summary:

Erfahrungsbericht - Elinchrom Quadra auf Lanzarote

von Andi Kunar

Wie waren die Erfahrungen, was bringt die Quadra vs. den Kamerablitzen?



FAQ Content:

Ich mag Lanzarote, bin fast jedes Jahr mindestens eine Woche dort fotografieren - primär zu meiner fotografischen Weiterentwicklung, d.h. mich intensiv mit neuen Herausforderungen beschäftigen, wie  aktueller Outdoor Blitzechnik. So auch wiedermal letzten November - Model-Sharing mit Martin Zurmühle (www.zmart.ch) und Model Anuschka. 

 

Martin und ich habe eigentlich genügend Bilder in unseren Portfolios (Martin noch weit mehr als ich), uns reizt aber sowohl Perfektion als auch Neues. Dazu zählt natürlich auch, sich intensiv mit dem Blitzen On-Location zu beschäftigen. Dieses Jahr hatten wir sowohl eine Elinchrom Ranger Quadra RX, als auch mehrere Nikon-Blitze mit PocketWizards mit. 

 

Die schwere, grosse mobile Blitzanlage liessen wir zu Hause. 1000e J an Blitzleistung klingen ja super, solange man sie nicht schleppen muss. Sowohl die Quadra als auch 3 Nikon-Blitze+Funkauslöser gehn ja (wechselweise) neben einem Body und ein paar Objektiven in einen „normal“ grossen (von der Grösse her Flughandgepäcktauglichen) Kamerarucksack hinein!! Mit einer „normalen“ Porty (ca. 10kg in einer Tasche) und meinem Kamerarucksack (auch ca. 15kg) balancierend hätte es mich mal beinahe in St. Tropez über Klippen hinuntergeschmissen - seit dem nehme ich keine normale Porty mehr on Location mit (ausser die Location ist direkt mit dem Auto erreichbar). Und bei Flugreisen ist das Gewicht sowieso auch limitierend.

Zunächst zur „kleinen“ Variante - 3 Nikon Blitze (SB800) (vs. der Quadra). Hier ein Beispielbild (allerdings von 2010 in St. Tropez). Die 3 Nikons, um z.B. ein Model im Meer direkt gegen die Sonne aufzuhellen - weil so klein/handlich auch direkt im Wasser / nahe aufgestellt (1/2 Entfernung zum Model ist ja 4x effektive Blitzenergie). Klein/leicht/transportabel, und nun durch die neuen Nikon-System PocketWizards auch mit Hochgeschwindigkeits-Synchronisation - d.h. kein Graufilter mehr und auch fotografieren mit ganz offener Blende (dafür halt z.B. mit 1/2000s).
Was ist der Nachteil der Systemblitze / 3xSB800 vs. der Quadra? 

  • Zum ersten die vielen Batterien/Akkus. 3 SB800 und 3 PocketWizard FlexTT5 heisst mindestens 18 Batterien/Akkus (min. 12 davon dauernd entladen). Bei einer Ladezeit von 6h pro 4er Paket und  2 Ladegeräten heisst das minimal 12 Stunden Ladezeit (und z.B. in der Nacht zum Akkutausch aufstehen). 
  • Weiters ist die damit vorhandene Blitzenergie halt beschränkt - die Quadra ist subjektiv ca. 2x so stark wie 3 SB800. Die Blitzenergie ist ja normalerweise unabhängig von der Verschlusszeit - aber nicht so beim Blitzen schneller als die Sync-Zeit, da wirkt das Blitzlicht ähnlich wie Dauerlicht und ist Verschlusszeitabhängig, d.h. 1/2000s vs. 1/1000s heisst 1/2 effektive Blitzenergie - kein Gewinn vs. 1/250s und einem Graufilter ausser der Bequemlichkeit und dem einfacheren Autofokus.
  • Kein Einstellicht (warum das Outdoor interessant sein könnte folgt später!)

 

Bei schnell bewegten Subjekten sind die Nikons mit den neuen PocketWizards natürlich total unschlagbar, frieren Bewegung ein, und passen die Blitzenergie automatisch an (iTTL). In Lanzarote bei der Menschenfotografie haben wir aber beide (Martin und ich) der Quadra den Vorzug gegeben, primär wegen dem besseren Handling (1 Akku, 1 Kopf) und wegen dem mehr an Leistung. Bewegung einfrieren brauchten wir nicht.


Was hab ich konkret fotografiert, und warum mit der Quadra?  - Einige Beispiele ...

  1. Nacht-Aktbilder im Meer - Martin, Anuschka und ich sind von Russel James fasziniert und liessen uns von seinen Nacht-Aktaufnahmen im Meer inspirieren (siehe sein Buch V2) - halt noch zusätzlich mit den schwarzen Lavasteinen in Lanzarote. 1 Model, 1 Fotograf und 1 Assistent (wechselweise) als Blitzanlagenträger in der Nacht unterwegs.



  1. Das LED Einstellicht der Quadra war hier genial. Es war zwar Vollmond, aber der war noch nicht aufgegangen. Und es war Ebbe im Atlantik (2m Gezeitenhub), d.h. wir mussten zuerst mal das Meer und eine passende Location in stockdunkler Nacht finden. Taschenlampen sind nett, aber kein Vergleich gegen die Qualität des Quadra Einstellichts als Scheinwerfer. So weit ich weiss, ist die Quadra die einzige Porty mit LED-Einstellicht. Einem Einstellicht, das den Akku (klein/leicht/transportabel!) NICHT leersaugt und uns 2 Fotografen ermöglichte, solange zu fotografieren, wie wir wollten und nebenbei noch AF und gute Bildkomposition erlaubte. Und der Akku hat auch noch lässig gereicht, so dass wir zum Auto zurückfanden. In dem finsteren Lavalabyrinth nicht einfach, wir haben uns 1x verlaufen - trotz exzellentem Schweizer Offiziersorientierungssinn ;-)
     
  2. Drama Baby - Wolkenstimmungen gegen die Sonne abdunkeln - OK, ein Porty-Klassiker. Niedrigste ISO, 1/250s, Blende zu (oder Graufilter) und etwas, das fürs Aufhellen nach satter Leistung „schreit“ - typisch 1000J aufwärts!
 

  1. ... oder halt näher mit dem Blitz „ran“ (1/2 Entfernung = 4x effektive Leistung). Ich hatte hier kein Problem mit ausreichend Leistung, hab selbst die 400J nie gebraucht. Der Quadra-Kopf ist so klein/handlich, dass er mit dem Manfrotto 1B Leichtstaiv ideal positionierbar ist. Und dank der über Funk einstellbaren Blitzenergie konnte ich bequem auf die ändernden Lichtsituationen reagieren (OK, TTL wär hier noch bequemer). Wäre natürlich ev. auch mit den Nikons gegangen - halt mit weniger Leistung, der Quadra Blitzkopf ist einfacher/bequemer als 3 Systemblitze mit separaten Funkauslösern und der Quadra Akku ist subjektiv „sofort“ (1h?) wieder aufgeladen, kein Akkujonglieren! 


Extra Information:

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